
Der Gold-Future an der CME konnte in der vergangenen Woche wieder zulegen. Auf Wochenbasis gewann der Kontrakt +2,12 % und schloss bei 4.723,70 US-Dollar pro Unze.
Damit hat Gold nach der schwächeren Phase der vergangenen Wochen wieder etwas Boden gefunden. Seit Jahresbeginn liegt der Future weiterhin mit +9,04 % im Plus. Gleichzeitig bleibt der Abstand zum Allzeithoch vom 29. Januar 2026 deutlich: Von diesem Niveau aus liegt Gold aktuell noch -16,05 % zurück.
Technisch ist die Erholung wichtig, weil Gold zuletzt wieder über kurzfristige Trendlinien gestiegen ist und damit versucht, die Korrekturphase zu verlassen. Dennoch ist der Markt noch nicht vollständig zurück im alten Aufwärtstrend. Entscheidend bleibt, ob Gold die aktuelle Stabilisierung verteidigen und weitere Anschlusskäufe generieren kann.
Bei den COT-Daten zeigt sich weiterhin ein stabiles Bild. Das Managed Money hält nach wie vor über 163.000 Kontrakte long. Das ist keine neue Dynamik, aber eine weiterhin klare strukturelle Unterstützung. Die spekulativen Marktteilnehmer bleiben also deutlich auf der Long-Seite positioniert.
Saisonal bleibt das Bild gemischt. Wir hatten darauf hingewiesen, dass bis Mitte beziehungsweise Ende Mai eine Erholung möglich ist. Danach könnte Gold saisonal noch einmal schwächer tendieren, bevor Anfang Sommer wieder eine deutlich stärkere Phase beginnt. Das spricht kurzfristig für Disziplin, aber nicht gegen das übergeordnete positive Bild.
Fundamental bleibt vor allem die Zentralbanknachfrage ein wichtiger Faktor. Laut World Gold Council lagen die Nettokäufe der Zentralbanken im ersten Quartal 2026 über dem Fünfjahresdurchschnitt von 2021 bis 2025 und auch über allen Quartalen des Jahres 2025. Größter Käufer war die polnische Zentralbank mit 31 Tonnen, gefolgt von Usbekistan mit 25 Tonnen und China mit 7 Tonnen.
Fazit:
Gold hat sich stabilisiert und bleibt strukturell unterstützt. Die Wochenperformance von +2,12 %, die starke Managed-Money-Positionierung und die anhaltenden Zentralbankkäufe sprechen weiter für ein konstruktives Gesamtbild. Kurzfristig bleibt die Saisonalität anspruchsvoll, doch strategisch bleibt Gold für uns ein zentraler Markt.