Weizen mit Short-Squeeze-Potenzial – Spekulanten ziehen sich zurück
Rohstoffe
Carsten Stork
02. März 2026

Weizen mit Short-Squeeze-Potenzial – Spekulanten ziehen sich zurück

Weizen mit Short-Squeeze-Potenzial – Spekulanten ziehen sich zurück


Der Weizen-Future an der CBOT legte in der vergangenen Handelswoche um 1,68 % zu und schloss bei 591,50 US-Cent je Bushel. Intraday näherte sich der Markt zwischenzeitlich der Marke von 600 US-Cent, konnte dieses Niveau jedoch nicht nachhaltig behaupten. Dennoch bleibt die Bewegung konstruktiv und zeigt eine klare Stabilisierung nach der längeren Schwächephase.

Treiber der Erholung war vor allem Short-Covering. Geopolitische Spannungen sowie wetterbedingte Unsicherheiten sorgten für Absicherungsbedarf. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den COT-Daten: Das Managed Money hat seine Short-Positionen massiv reduziert und hält aktuell nur noch etwas über 16.000 Kontrakte netto short. Damit ist die Short-Positionierung so niedrig wie seit Oktober 2024 nicht mehr. Nachdem spekulative Marktteilnehmer über einen langen Zeitraum deutlich auf der Short-Seite positioniert waren, deutet dieser Rückgang auf einen strukturellen Stimmungswechsel hin.

Technisch wirkt der Markt damit deutlich weniger belastet als noch vor wenigen Monaten. Die Reduzierung der extremen Short-Positionierung nimmt Verkaufsdruck aus dem Markt und eröffnet Raum für weitere Stabilisierung oder eine Ausweitung der Erholung.

Saisonal präsentiert sich das Bild jedoch weniger unterstützend. Historisch tendiert Weizen in den kommenden Monaten eher schwächer. Dieses saisonale Muster steht im Kontrast zur jüngsten spekulativen Entspannung.

Fazit:

Weizen zeigt eine deutliche Verbesserung in der Positionierungsstruktur, was kurzfristig unterstützend wirkt. Das massive Zurückfahren der Shorts reduziert Abwärtsdruck. Allerdings bleibt das saisonale Umfeld herausfordernd, sodass die Nachhaltigkeit der Erholung genau beobachtet werden sollte.

Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.