
Warum der Aktienmarkt den Sommer nicht mag: Eine über 100 Jahre alte Besonderheit
Statistiken zeigen: Im Hochsommer scheint der Aktienmarkt schlapp zu machen – besonders der DAX. Was steckt dahinter und wie können Anleger davon profitieren?
Der Sommer – für viele die schönste Zeit des Jahres – scheint für den Aktienmarkt eine Herausforderung zu sein. Über 100 Jahre rückblickende Statistiken belegen, dass gerade der Zeitraum von Mitte Juli bis mindestens September häufig mit schwächeren Kursentwicklungen verbunden ist.
Besonders deutlich wird dies am deutschen Leitindex DAX: In den letzten 30 bis 35 Jahren hätte sich der DAX etwa fünffach oder sechsfach besser entwickelt, wenn man die „Hochsommer-Monate“ außen vor gelassen hätte. Für Anleger bedeutet das, dass gerade in dieser Phase oft wenig Gewinn zu holen ist.
Ein einfacher Ansatz wäre es, während des Sommerlochs zumindest bei deutschen Aktien einen Schritt zurückzutreten – also sein Kapital zeitweise abzuziehen und den Sommer vielleicht sogar stressfrei mit Urlaub zu verbinden.
Wer dennoch aktiv bleiben möchte, kann stattdessen auf alternative Anlagen setzen: Gold etwa zeigt in solchen Zeiten tendenziell eine positive Renditeerwartung und könnte eine attraktive Möglichkeit sein, das Sommerloch zu überbrücken.
Dieses saisonale Muster ist zwar kein unumstößliches Gesetz, aber es lohnt sich für Anleger, die Sommermonate strategisch zu berücksichtigen – und so entspannt und clever die Sommerzeit zu nutzen.

Dennis Riedl
Dr. Dennis Riedl ist studierter Mathematiker und Finanzmarktanalyst. Er testet die Aktienmärkte auf tatsächliche Muster ohne Rücksicht auf Meinungen und Gedanken. Sein Fachgebiet ist also die quantitative Analyse, das Aufspüren realer Börsenphänomene. Mit dem alphaDEPOT begleitet er Anleger durch wiederkehrende Marktmuster über alle Assetklassen und Börsenphasen hinweg. Besonders beliebt ist sein Börsen-Channel auf YouTube.