South32 bleibt enttäuschend – Aktie kommt trotz Aluminium-Rückenwind kaum voran
Rohstoffe
Carsten Stork
11. Mai 2026

South32 bleibt enttäuschend – Aktie kommt trotz Aluminium-Rückenwind kaum voran

South32 bleibt enttäuschend – Aktie kommt trotz Aluminium-Rückenwind kaum voran


South32 konnte in der vergangenen Woche zwar leicht zulegen, die Bewegung bleibt aber insgesamt enttäuschend. Die Aktie schloss bei 4,16 australischen Dollar und lag damit auf Wochenbasis +0,73 % im Plus.

Auf den ersten Blick ist das positiv, im Kontext der vergangenen Wochen reicht diese Bewegung jedoch nicht aus. Die Aktie notierte bereits deutlich höher und schafft es aktuell nicht, den vorhandenen Rückenwind im Aluminiumsektor überzeugend umzusetzen.

Besonders enttäuschend ist das deshalb, weil das Umfeld für Aluminium grundsätzlich unterstützend bleibt. Die Angriffe auf Aluminiumwerke in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten dem Sektor eigentlich zusätzliche Aufmerksamkeit geben können.

Dennoch bleibt South32 vergleichsweise schwerfällig. Das zeigt, dass aktienspezifische Faktoren momentan stärker wirken als der reine Rohstoffimpuls.

Im Fokus steht weiterhin das Hermosa-Projekt. Citi bezeichnete den höher als erwarteten Kapitalbedarf als zentralen Belastungsfaktor des jüngsten Projektupdates. Genau darum geht es beim sogenannten Capex Overrun: Die geplanten Investitionskosten für ein Projekt fallen höher aus als ursprünglich erwartet. Für Aktionäre ist das wichtig, weil höhere Vorabinvestitionen den freien Cashflow belasten, die Projektrendite senken und die Zeit verlängern können, bis sich ein Projekt wirtschaftlich rechnet.

Zwar bleibt Citi grundsätzlich positiv, bestätigt das Kursziel von 5,40 australischen Dollar und verweist auf langfristige Wachstumsperspektiven sowie kurzfristige Aluminium-Tailwinds. Trotzdem liegt der Capex Overrun aktuell sichtbar auf dem Momentum der Aktie.

Fazit:
South32 bleibt kurzfristig enttäuschend. +0,73 % auf Wochenbasis sind zwar positiv, aber angesichts des Aluminium-Rückenwinds und der vorher höheren Kurse zu wenig. Der Capex Overrun beim Hermosa-Projekt erklärt, warum der Markt vorsichtig bleibt: Höhere Investitionskosten können Cashflow, Rendite und Zeitplan belasten. Die Aktie bleibt interessant, muss jetzt aber wieder mehr relative Stärke zeigen.
Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.