
Sojabohnen im Aufwärtstrend – Spekulative Long-Positionierung nahe Hoch
Sojabohnen im Aufwärtstrend – Spekulative Long-Positionierung nahe Hoch

Der Sojabohnen-Future an der CBOT konnte in der vergangenen Handelswoche erneut zulegen und schloss mit einem Plus von 1,43 % bei 1.170 US-Cent je Bushel. Damit setzt sich der stetige, nahezu unaufgeregte Aufwärtstrend fort. Seit Jahresbeginn liegt der Kontrakt inzwischen über 10 % im Plus und entwickelt sich kontinuierlich konstruktiv.
Fundamental erhält der Markt Unterstützung durch stabile Nachfrageerwartungen, insbesondere im Biofuel-Sektor. Gleichzeitig bleibt die internationale Handelspolitik ein Unsicherheitsfaktor, doch bislang überwiegt das positive Momentum. Technisch arbeitet sich der Markt schrittweise nach oben, ohne überhitzte Bewegungen zu zeigen.
Die COT-Daten unterstreichen die bullische Struktur. Das Managed Money hält aktuell 210.272 Kontrakte netto long. Damit nähert sich die spekulative Positionierung wieder den Hochständen vom November des Vorjahres, als im Zuge des US-China-Trade-Deals mehr als 254.000 Kontrakte long gehalten wurden. Diese hohe Long-Quote signalisiert starkes institutionelles Vertrauen in den Trend.
Saisonal präsentiert sich Sojabohnen ebenfalls ausgesprochen konstruktiv. Historisch besteht bis Mitte oder Ende Juni – teils sogar bis in den Juli hinein – eine klare Tendenz zu steigenden Notierungen. Dieses saisonale Fenster verstärkt das aktuelle bullische Gesamtbild.
Fazit:
Sojabohnen zeigen einen stabilen, gut unterstützten Aufwärtstrend mit starker spekulativer Beteiligung und saisonalem Rückenwind. Solange die Nachfrageerwartungen intakt bleiben und keine negativen Überraschungen von der Angebotsseite kommen, bleibt das positive Szenario bis in den Sommer hinein bestehen.

Carsten Stork
Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.