
Sojabohnen-Future setzt Aufwärtstrend fort – Positionierung dreht klar bullish
Sojabohnen-Future setzt Aufwärtstrend fort – Positionierung dreht klar bullish

Der Sojabohnen-Future konnte vergangene Woche um 1,82% zulegen und schloss bei 1.134,75 US-Cent. Die Bewegung wirkt auf den ersten Blick unspektakulär, tatsächlich zeigt sie jedoch eine klare Veränderung im Marktverhalten: Nach der vorherigen Schwächephase steigt der Markt langsam und kontrolliert, ohne Übertreibung nach oben. Genau solche Bewegungen sind häufig nachhaltiger als impulsive Rallys.
Entscheidend ist die Entwicklung in den COT-Daten. Das Managed Money hat seine Positionierung massiv ausgeweitet und hält inzwischen rund 146.000 Kontrakte Long. Zuvor war die spekulative Position nach enttäuschenden China-Nachrichten bis auf etwa 64.000 Kontrakte gefallen. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die Positionierung damit mehr als verdoppelt – ein klares Zeichen, dass institutionelles Kapital wieder in den Markt zurückkehrt und steigende Preise antizipiert.
Fundamental passt das Bild: Die Nachfragefantasie rund um China bleibt bestehen, während gleichzeitig große Ernten zwar kurzfristig bremsen, den Trend aber nicht drehen.
Auch saisonal befindet sich der Markt nun in einer typischerweise positiven Phase. Historisch tendieren Sojabohnen bis in den Frühsommer hinein nach oben, womit sich Positionierung, Saisonalität und Marktstruktur aktuell gegenseitig bestätigen.
Fazit: Der Markt wirkt konstruktiv aufgebaut. Die Kombination aus wachsender spekulativer Nachfrage und positiver Saisonalität spricht für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in den kommenden Monaten.

Carsten Stork
Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.