Seitwärtsmarkt mit Aufwärtssaisonalität im Rücken
Rohstoffe
Carsten Stork
10. Februar 2026

Seitwärtsmarkt mit Aufwärtssaisonalität im Rücken

Seitwärtsmarkt mit Aufwärtssaisonalität im Rücken


Der CBOT-Maisfuture konnte in der vergangenen Woche leicht zulegen und schloss mit einem Plus von 0,58 % oberhalb von 430,75 US-Cent. Zwischenzeitlich notierte der Markt sogar über 430 US-Cent und bestätigt damit weiterhin die stabile Handelsspanne der letzten Wochen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen fehlt derzeit ein klarer Trend. Der Markt bewegt sich überwiegend seitwärts, wobei kurzfristige Bewegungen eher von Flows als von strukturellen fundamentalen Veränderungen geprägt sind. Die Preisstruktur wirkt damit mehr wie eine Akkumulationsphase als wie ein impulsiver Trendmarkt.

Auch die COT-Daten liefern kein eindeutiges Signal. Das Managed Money hat erneut auf eine leicht negative Position gedreht und hält aktuell knapp über 34.000 Kontrakte netto short. Für den Maismarkt stellt dies jedoch keine extreme Positionierung dar und spricht eher für ein neutrales Sentiment als für klaren Pessimismus.

Unterstützung kommt hingegen aus der Saisonalität. Historisch weist der Maisfuture bis in den Juni hinein eine positive Tendenz auf, mit einem statistischen Hochpunkt rund um den 22. Juni. Damit steht der Markt weiterhin in einer Phase, in der Aufwärtsbewegungen wahrscheinlicher sind als nachhaltige Abverkäufe.

In der kommenden Woche rückt zudem ein wichtiger Termin in den Fokus: Am Dienstag um 18:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird der neue USDA-Report veröffentlicht, der erfahrungsgemäß als potenzieller Market Mover fungieren kann.

Fazit:

Der Markt bleibt richtungslos, aber stabil. Ohne extreme Positionierung und mit positiver Saisonalität spricht aktuell mehr für graduelle Aufwärtsbewegungen als für einen neuen Abwärtstrend.

Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.