
Der Mais-Future an der CBOT stand zum Wochenschluss ebenfalls unter Druck. Der Juli-Kontrakt fiel am Freitag auf 4,47 US-Dollar je Bushel. Belastend wirkten vor allem der deutliche Rückgang beim Rohölpreis, Gewinnmitnahmen vor dem Monatsende und weiterhin günstige Wetterbedingungen im US-Mittleren Westen.
Für Mais bleibt der Energiekomplex ein zentraler Faktor. Da Mais in den USA eng mit der Ethanolproduktion verbunden ist, können fallende Ölpreise direkt auf die Preisbildung durchschlagen. Die Hoffnung auf eine mögliche Einigung zwischen den USA und Iran führte zuletzt zu sinkenden Energiepreisen und nahm damit auch dem Maismarkt kurzfristig Unterstützung. Gleichzeitig reduzierten viele Marktteilnehmer vor dem Wochenende und dem Monatsende ihre Risikopositionen.
Auch das Wetter wirkt derzeit nicht unterstützend. Die Bedingungen im US-Mittleren Westen bleiben überwiegend freundlich, wodurch die Aussichten für die junge Maisernte stabil bleiben. Solange der Markt keine neuen Wetterrisiken einpreist, fehlt kurzfristig ein klarer Impuls nach oben. Zusätzlich warten Händler auf die kommenden USDA-Daten zu Export Inspections und Crop Progress, die Anfang der Woche neue Hinweise auf Nachfrage und Bestandsentwicklung liefern werden.
Trotz der schwächeren Entwicklung bleibt der Markt nicht chancenlos. Sollte sich das geopolitische Friedensnarrativ als zu optimistisch erweisen oder Rohöl wieder anziehen, könnte auch Mais wieder Unterstützung erhalten. Bis dahin dominiert jedoch die Kombination aus schwächerem Energiepreis, freundlichem Wetter und vorsichtiger Positionierung.
Fazit:
Mais bleibt kurzfristig unter Druck. Der Juli-Kontrakt schloss am Freitag bei 4,47 US-Dollar je Bushel. Schwächeres Rohöl, Gewinnmitnahmen und gutes US-Wetter belasten. Entscheidend werden nun die nächsten USDA-Daten und die Frage, ob der Energiekomplex wieder Unterstützung liefert oder der Markt weiter Risiko abbaut.