
Der Platin-Future zeigte in der vergangenen Woche erneut relative Stärke. Auf Wochenbasis gewann der Future +3,45 % und schloss bei 2.069,30 US-Dollar je Unze.
Besonders wichtig ist dabei, dass Platin die Marke von 2.000 US-Dollar erneut verteidigen konnte. Im Wochenhoch stieg der Future am Donnerstag sogar bis auf 2.113,60 US-Dollar, konnte diese Gewinne zum Wochenschluss aber nicht vollständig halten.
Trotzdem bleibt das Chartbild konstruktiv. Der Schlusskurs oberhalb von 2.000 US-Dollar ist ein wichtiges Signal, weil diese Zone kurzfristig als psychologische und technische Schwelle wirkt. Solange Platin darüber handelt, bleibt die Erholung intakt und der Markt zeigt deutlich mehr Stabilität als Palladium.
Auch die COT-Daten unterstützen das Bild. Das Managed Money hält weiterhin 17.785 Kontrakte long. Das ist strukturell positiv zu werten, weil spekulative Marktteilnehmer Platin weiterhin auf der Long-Seite begleiten. Im Gegensatz zu Palladium fehlt hier also nicht die institutionelle Unterstützung.
Fundamental bleibt Platin zudem durch eine enge Angebotslage gestützt. Die Produktion ist stark auf Südafrika und Russland konzentriert. In Südafrika belasten alternde Minen und hohe Energiekosten, während Russland durch sanktionsbedingte Einschränkungen belastet bleibt. Damit bleibt der Markt anfällig für Angebotsstörungen.
Saisonal sieht das Bild kurzfristig ebenfalls konstruktiv aus. Bis Mitte beziehungsweise Ende Mai, teilweise sogar bis Anfang Juni, besteht weiteres Aufwärtspotenzial. Danach wird die Saisonalität schwächer, aber aktuell liefert sie noch Rückenwind.
Fazit:
Platin bleibt einer der stärkeren Märkte im Edelmetallkomplex. Die Wochenperformance von +3,45 %, der Schlusskurs bei 2.069,30 US-Dollar und die Verteidigung der 2.000-Dollar-Marke sind klare Pluspunkte. COT-Daten und Saisonalität sprechen ebenfalls weiter für Unterstützung. Kurzfristige Rücksetzer sind möglich, aber solange Platin über 2.000 US-Dollar bleibt, bleibt das Bild konstruktiv.