
Platin gerät weiter unter Druck – zweites deutliches Wochenminus in Folge
Platin gerät weiter unter Druck – zweites deutliches Wochenminus in Folge

Die aktuelle Abwärtsbewegung wirkt insofern bemerkenswert, als sie von der Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer nur begrenzt bestätigt wird. Das Managed Money hält weiterhin rund 14.690 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese vergleichsweise stabile Positionierung deutet darauf hin, dass größere spekulative Kapitalabflüsse bislang ausgeblieben sind und der Verkaufsdruck eher aus anderen Marktsegmenten stammt.
Fundamental bleibt das Umfeld von Unsicherheiten geprägt. Die Entwicklung an den Zinsmärkten sowie der stärkere US-Dollar belasten tendenziell Edelmetalle, während geopolitische Risiken und konjunkturelle Sorgen zusätzlich für erhöhte Volatilität sorgen. Technisch befindet sich der Markt damit in einer sensiblen Phase, in der die Verteidigung zentraler Unterstützungsniveaus entscheidend sein dürfte.
Unterstützend wirkt hingegen die saisonale Komponente. Historisch zeigt der Platin-Future häufig eine positive Tendenz bis weit in das zweite Quartal hinein. Besonders der Zeitraum bis Ende Mai beziehungsweise Anfang Juli weist statistisch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse auf.
Fazit:
Der Platin-Future bleibt kurzfristig unter Druck, konnte sich jedoch über der wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar stabilisieren. Die weiterhin solide Long-Positionierung des Managed Money sowie die positive saisonale Perspektive sprechen dafür, dass die Korrekturphase mittelfristig auslaufen könnte. Entscheidend bleibt, ob es dem Markt gelingt, auf diesem Niveau eine tragfähige Bodenbildung einzuleiten.

Carsten Stork
Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.