Platin gerät weiter unter Druck – zweites deutliches Wochenminus in Folge
Rohstoffe
Carsten Stork
16. März 2026

Platin gerät weiter unter Druck – zweites deutliches Wochenminus in Folge

Platin gerät weiter unter Druck – zweites deutliches Wochenminus in Folge


Der Platin-Future an der CME setzte seine Korrekturbewegung in der vergangenen Handelswoche fort und verlor erneut deutlich an Wert. Der Kontrakt gab auf Wochenbasis um 5,89 % nach und schloss bei 2.024,5 US-Dollar je Unze. Damit verzeichnete Platin bereits die zweite signifikant schwache Woche hintereinander, nachdem der Markt zuvor schon ein Minus von rund 1,8 % verbucht hatte. Trotz des erneuten Rückgangs konnte sich der Preis allerdings knapp oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar behaupten.

Die aktuelle Abwärtsbewegung wirkt insofern bemerkenswert, als sie von der Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer nur begrenzt bestätigt wird. Das Managed Money hält weiterhin rund 14.690 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese vergleichsweise stabile Positionierung deutet darauf hin, dass größere spekulative Kapitalabflüsse bislang ausgeblieben sind und der Verkaufsdruck eher aus anderen Marktsegmenten stammt.

Fundamental bleibt das Umfeld von Unsicherheiten geprägt. Die Entwicklung an den Zinsmärkten sowie der stärkere US-Dollar belasten tendenziell Edelmetalle, während geopolitische Risiken und konjunkturelle Sorgen zusätzlich für erhöhte Volatilität sorgen. Technisch befindet sich der Markt damit in einer sensiblen Phase, in der die Verteidigung zentraler Unterstützungsniveaus entscheidend sein dürfte.

Unterstützend wirkt hingegen die saisonale Komponente. Historisch zeigt der Platin-Future häufig eine positive Tendenz bis weit in das zweite Quartal hinein. Besonders der Zeitraum bis Ende Mai beziehungsweise Anfang Juli weist statistisch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse auf.

Fazit:

Der Platin-Future bleibt kurzfristig unter Druck, konnte sich jedoch über der wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar stabilisieren. Die weiterhin solide Long-Positionierung des Managed Money sowie die positive saisonale Perspektive sprechen dafür, dass die Korrekturphase mittelfristig auslaufen könnte. Entscheidend bleibt, ob es dem Markt gelingt, auf diesem Niveau eine tragfähige Bodenbildung einzuleiten.

Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.