
Rohstoffe
Carsten Stork
15. Juni 2026
Palladium: Starke Woche, aber Saisonalität noch nicht ideal
Palladium: Starke Woche, aber Saisonalität noch nicht ideal

Der Palladium-Future entwickelte sich in der vergangenen Handelswoche erfreulich stark. Auf Wochensicht legte Palladium um 4,51 % zu und schloss bei 1.296,50 US-Dollar je Unze.
Besonders positiv ist, dass der Markt nahezu am Wochenhoch geschlossen hat. Das zeigt, dass zum Wochenschluss wieder Käufer in den Markt gekommen sind und die Erholung nicht sofort abverkauft wurde. Nach den Schwankungen der vergangenen Wochen ist das zunächst ein konstruktives Signal.
Gleichzeitig war die Woche durchaus volatil. Palladium bleibt ein Markt, der kurzfristig sehr stark auf Liquidität, Risikoappetit und Veränderungen im Edelmetallsektor reagiert. Der jüngste Anstieg ist deshalb positiv, aber noch kein vollständiger Befreiungsschlag.
Auffällig bleibt der Blick auf die COT-Daten. Das Managed Money hat seine Short-Positionen zuletzt wieder leicht ausgebaut und hält aktuell knapp 3.000 Kontrakte netto short. Das zeigt, dass institutionelle Marktteilnehmer Palladium weiterhin skeptisch sehen. Gleichzeitig kann eine solche Short-Positionierung später auch unterstützend wirken, wenn der Markt weiter steigt und Short-Positionen eingedeckt werden müssen.
Saisonal ist die Zeit für Palladium allerdings noch nicht ganz gekommen. Historisch wird das Bild eher gegen Ende Juni und Anfang Juli interessanter. Dann beginnt häufig eine Phase, in der Palladium wieder stärkere Aufwärtsbewegungen zeigen kann. Bis dahin ist Geduld gefragt.
Fazit:
Palladium hat die Woche mit einem Plus von 4,51 % bei 1.296,50 US-Dollar beendet und nahezu am Wochenhoch geschlossen. Das ist kurzfristig positiv. Die COT-Daten bleiben mit einer Managed-Money-Short-Position von knapp 3.000 Kontrakten jedoch noch verhalten. Auch saisonal dürfte es erst gegen Ende Juni und Anfang Juli richtig spannend werden. Ich beobachte die Position weiter engmaschig.

Carsten Stork
Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.