Palladium stabilisiert sich – spekulative Positionierung bleibt vorsichtig - aber positiv
Rohstoffe
Carsten Stork
24. Februar 2026

Palladium stabilisiert sich – spekulative Positionierung bleibt vorsichtig - aber positiv

Palladium stabilisiert sich – spekulative Positionierung bleibt vorsichtig - aber positiv


Der Palladium-Future (CME) legte in der vergangenen Handelswoche um 3,78 % zu und schloss bei 1.786,5 USD. Zum Wochenschluss kam es – wie bei den anderen Metallen – nach dem Zoll-Announcement zu einem zusätzlichen Schub, wodurch der Kontrakt dynamisch in das Wochenende lief.

Entscheidend ist jedoch die Positionierung: Das Managed Money hält weiterhin eine Long-Position von rund 500 Kontrakten. Auch wenn diese Position vergleichsweise klein ist, bleibt sie strukturell bemerkenswert, da über viele Jahre keine nennenswerte Long-Positionierung aufgebaut wurde. Das spricht dafür, dass spekulative Marktteilnehmer Palladium aktuell nicht mehr primär auf der Short-Seite spielen.

Saisonal bewegt sich Palladium nun in eine Phase, die statistisch bis Ende April Unterstützung liefern kann. Zusätzlich endet am Montagabend die Golden Week in China, sodass ab Dienstag wieder volle Liquidität durch die Rückkehr chinesischer Marktteilnehmer zu erwarten ist. Nach einer Woche mit reduzierter Aktivität könnte sich dadurch die Handelsintensität erhöhen.

Fazit: Palladium zeigte eine konstruktive Handelswoche, unterstützt durch positive Metallstimmung und eine weiterhin bestehende Long-Position im spekulativen Bereich. Mit saisonalem Rückenwind und steigender Liquidität bleibt das Umfeld kurzfristig unterstützend.

Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.