
Palladium scheitert am Ausbruch – Momentum bleibt begrenzt
Palladium scheitert am Ausbruch – Momentum bleibt begrenzt

Der Palladium-Future an der NYMEX konnte in der vergangenen Handelswoche leicht zulegen und schloss mit einem Plus von 1,55 % bei 1.538 US-Dollar je Unze. Damit setzt sich die Stabilisierung der letzten Wochen fort, auch wenn die Dynamik weiterhin überschaubar bleibt.
Im Wochenverlauf zeigte der Markt zwischenzeitlich deutliches Aufwärtsmomentum und konnte bis über die Marke von 1.600 US-Dollar ansteigen. Dieses Niveau wurde jedoch nicht gehalten, da auf höheren Kursen verstärkt Verkaufsinteresse einsetzte. Die anschließende Rückkehr unter diese Marke unterstreicht, dass dem Markt aktuell noch die notwendige Anschlussdynamik für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung fehlt.
Ein Blick auf die Positionierung bestätigt dieses Bild. Das Managed Money hält aktuell eine leichte Short-Position von rund 1.400 Kontrakten. Auch wenn sich diese Positionierung im historischen Vergleich auf niedrigem Niveau bewegt, signalisiert sie, dass das Sentiment zuletzt etwas abgekühlt ist und nicht mehr so klar positiv ausfällt wie noch zum Jahresende.
Fundamental bleibt das Umfeld für Palladium gemischt. Als Industriemetall ist es stark von der Entwicklung im Automobilsektor abhängig, während gleichzeitig strukturelle Faktoren auf der Angebotsseite immer wieder für kurzfristige Preisschübe sorgen können.
Saisonal ergibt sich kurzfristig noch ein unterstützendes Bild. Historisch hat der Palladium-Future bis Mitte beziehungsweise Ende April die Tendenz, weiter anzusteigen, bevor im Anschluss eine schwächere Phase einsetzt.
Insgesamt zeigt sich der Markt aktuell in einer Übergangsphase: erste Stabilisierungstendenzen treffen auf fehlendes Momentum und ein leicht eingetrübtes Sentiment.
Fazit:
Der Palladium-Future bleibt kurzfristig stabil, kann jedoch wichtige Widerstände noch nicht nachhaltig überwinden. Die leicht negative Positionierung und das fehlende Momentum sprechen für ein vorsichtiges Bild, auch wenn die Saisonalität kurzfristig noch unterstützt. Entscheidend wird sein, ob der Markt die Aufwärtsbewegung in den kommenden Wochen fortsetzen kann, bevor die saisonale Schwächephase einsetzt.

Carsten Stork
Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.