Orangensaft testet wichtige Trendlinie – jetzt muss die Unterstützung halten
Rohstoffe
Carsten Stork
18. Mai 2026

Orangensaft testet wichtige Trendlinie – jetzt muss die Unterstützung halten

Orangensaft konsolidiert – 200-Cent-Marke bleibt der entscheidende technische Trigger


Der Orangensaft-Future ist in der vergangenen Woche erneut deutlich unter Druck geraten. Auf Wochensicht verlor der Future 7,15 % und schloss bei 170,05 US-Cent. Besonders enttäuschend ist dabei der Wochenverlauf: In der Spitze konnte Orangensaft noch auf über 190 US-Cent ansteigen, die Gewinne wurden jedoch nicht gehalten. Zum Wochenschluss kam erneut Verkaufsdruck auf, sodass der Future wieder deutlich zurückfiel.

Technisch ist die aktuelle Situation damit besonders wichtig. Der Markt hat erneut auf der steigenden unteren Trendlinie aufgesetzt. Genau hier könnte sich ein interessantes Unterstützungsniveau bilden. Entscheidend ist jetzt aber, dass diese Zone auch hält. Ein nachhaltiger Bruch unter diese Trendlinie würde das technische Bild klar verschlechtern und könnte weiteren Abgabedruck auslösen. Hält die Unterstützung dagegen, wäre von diesem Niveau aus eine Gegenbewegung möglich.

Die COT-Daten liefern zumindest ein leicht konstruktives Signal. Das Managed Money hat seine Long-Position etwas ausgebaut und hält nun knapp 2.469 Kontrakte long. Das ist keine aggressive Positionierung, zeigt aber, dass institutionelle Marktteilnehmer die Schwäche nicht vollständig meiden.

Auch saisonal bleibt das Bild grundsätzlich interessant. Orangensaft hat aus saisonaler Perspektive weiterhin die Chance, bis Anfang Juni anzusteigen. Diese saisonale Unterstützung trifft nun auf ein technisches Niveau, das für den weiteren Verlauf entscheidend werden dürfte.

Fazit:
Orangensaft bleibt kurzfristig angeschlagen. Der Wochenverlust von 7,15 % und der Rückfall von über 190 US-Cent auf 170,05 US-Cent zeigen, dass der Markt die zwischenzeitliche Erholung erneut nicht halten konnte. Gleichzeitig liegt der Future nun wieder an einer wichtigen steigenden Trendlinie. Diese Unterstützung muss jetzt halten. Die leicht ausgebaute Managed-Money-Long-Position und die Saisonalität bis Anfang Juni lassen eine Stabilisierung möglich erscheinen, aber die nächsten Handelstage werden entscheidend.
Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.