Nach Rücksetzer bleibt Kupfer strukturell gefragt
Rohstoffe
Carsten Stork
10. Februar 2026

Nach Rücksetzer bleibt Kupfer strukturell gefragt

Nach Rücksetzer bleibt Kupfer strukturell gefragt


Der CME-Kupferfuture gab in der vergangenen Woche moderat um 1,29 % nach und schloss bei 588,75 US-Cent. Im Wochenverlauf zeigte sich jedoch weiterhin Kaufinteresse: Zwischenzeitlich stieg der Markt wieder über 610 US-Cent an. Die Bewegung wirkt damit eher wie eine Konsolidierung innerhalb eines übergeordnet stabilen Trends als wie ein Trendbruch.

Fundamental bleibt die Nachfrage intakt. Trotz temporärer Zurückhaltung einzelner Käufergruppen wird Kupfer weiterhin als zentraler Rohstoff für Infrastruktur-, Energie- und Elektrifizierungsinvestitionen benötigt. Der Markt reagiert daher sensibel auf kurzfristige Liquiditäts- und Positionsbewegungen, ohne dass sich das strukturelle Bild bislang verschlechtert hat.

Die COT-Daten bestätigen diese Stabilität. Das Managed Money hat seine Long-Positionen zwar reduziert, jedoch deutlich weniger stark als in anderen Metallmärkten. Mit weiterhin rund 47.000–48.000 Kontrakten netto long bleibt spekulatives Kapital klar engagiert – ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Rohstoffen, in denen Positionierungen zuletzt deutlich aggressiver abgebaut wurden.

Auch saisonal spricht vieles für Unterstützung. Historisch zählt Kupfer zu den stärkeren Metallen im Jahresverlauf und besitzt bis etwa Ende April eine positive Tendenz. Damit trifft ein weiterhin konstruktives Nachfrage- und Positionierungsbild auf eine statistisch günstige Marktphase.

Fazit:

Der Rückgang wirkt bislang wie eine normale Konsolidierung. Solange Positionierung und Saisonalität stabil bleiben, überwiegt weiterhin das Szenario eines übergeordnet festen Kupfermarktes.

Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.