
Kupfer weiter unter Druck – geopolitische Risiken belasten
Kupfer weiter unter Druck – geopolitische Risiken belasten

Belastend wirkten vor allem makroökonomische Faktoren. Die zunehmende Eskalation im Nahost-Konflikt sowie steigende Ölpreise sorgten für einen festeren US-Dollar und dämpften zugleich die Erwartungen an kurzfristige Zinssenkungen in den USA. Diese Kombination führte zu einer vorsichtigeren Haltung vieler Marktteilnehmer gegenüber konjunktursensitiven Industriemetallen.
Die Positionierung spekulativer Marktteilnehmer bleibt dennoch vergleichsweise konstruktiv. Zwar hat das Managed Money seine Long-Position zuletzt leicht reduziert, hält aber weiterhin mehr als 51.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Dies spricht dafür, dass die strukturell bullische Einschätzung für Kupfer bislang nicht grundsätzlich aufgegeben wurde.
Unterstützend wirkt zudem die saisonale Perspektive. Historisch zeigt Kupfer häufig bis Ende April eine positive Tendenz. Vor diesem Hintergrund bleibt die Chance bestehen, dass sich nach der aktuellen Schwächephase erneut Kaufinteresse im Markt entwickelt.
Fazit:
Der Kupfer-Future hat die Woche unter anhaltendem makroökonomischem Druck nahe dem Tief beendet. Trotz der kurzfristigen Belastungsfaktoren bleibt die spekulative Positionierung insgesamt konstruktiv und die saisonale Phase spricht weiterhin für mögliches Aufwärtspotenzial. Entscheidend dürfte sein, ob sich die geopolitische Lage stabilisiert und der US-Dollar wieder an Dynamik verliert.

Carsten Stork
Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.