Kupfer bleibt im Aufwärtstrend – Rücksetzer werden weiter gekauft
Rohstoffe
Carsten Stork
16. Februar 2026

Kupfer bleibt im Aufwärtstrend – Rücksetzer werden weiter gekauft

Kupfer bleibt im Aufwärtstrend – Rücksetzer werden weiter gekauft


Der Kupferfuture gab in der vergangenen Woche moderat um 1,63 % nach und schloss bei 578,8 US-Cent. Zwischenzeitlich konnte der Markt am Donnerstag nochmals über die Marke von 600 US-Cent ansteigen, wurde dann jedoch im Zuge der breiten Schwäche bei Metallen wieder abverkauft. Die Bewegung wirkt eher wie eine technische Konsolidierung innerhalb eines intakten Trends als eine strukturelle Trendwende. Seit Januar 2025 liegt Kupfer weiterhin rund 44 % im Plus.

Kurzfristig rückt die chinesische Golden-Week-Feiertagsphase in den Fokus, wodurch wichtige industrielle Marktteilnehmer vorübergehend fehlen und die Liquidität geringer ausfallen dürfte. Fundamental bleibt das Umfeld jedoch stabil: Angebotsstörungen und strukturelle Nachfrage aus Energiewende-Investitionen sowie Rechenzentrums-Infrastruktur sorgen weiterhin für Unterstützung.

Auch die Positionierung bestätigt dieses Bild. Das Managed Money hält seine Longpositionen nahezu unverändert bei knapp 46.000 Kontrakten. Ein aggressiver Positionsabbau ist somit nicht erkennbar.

Saisonal spricht das Muster klar für steigende Preise bis weit ins zweite Quartal hinein, begünstigt durch zyklische Nachfrage aus China und anderen asiatischen Volkswirtschaften nach Ende der Feiertagsperiode.

Fazit: Die jüngste Schwäche wirkt wie eine normale Konsolidierung im Aufwärtstrend. Solange die strukturelle Nachfrage intakt bleibt und die Positionierung stabil ist, bleibt Kupfer ein konstruktiver Markt, bei dem Rücksetzer eher Kaufgelegenheiten darstellen als Beginn eines Abwärtstrends.

Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.