
Kerosin knapp, Benzin teuer: Ist Fliegen bald Luxus?
Experte Carsten Stork analysiert den Nahost-Konflikt und dessen Einfluss auf Öl, Benzin und Kerosin Der anhaltende Konflikt rund um die Straße von Hormuz und dessen Auswirkungen auf den Ölmarkt bewegen die Börsen. Carsten Stork erklärt im Gespräch mit Tom Eidloth die aktuelle Lage, mögliche Szenarien und wie Anleger in volatilen Märkten agieren können. Welchen Einfluss hat die Politik, und wo könnten Einstiegschancen liegen?
Ölpreise und die Straße von Hormuz: Herausforderungen und Chancen für Anleger
Experte Carsten Stork analysiert den Nahost-Konflikt und dessen Einfluss auf Öl, Benzin und Kerosin
Der anhaltende Konflikt rund um die Straße von Hormuz und dessen Auswirkungen auf den Ölmarkt bewegen die Börsen. Carsten Stork erklärt im Gespräch mit Tom Eidloth die aktuelle Lage, mögliche Szenarien und wie Anleger in volatilen Märkten agieren können. Welchen Einfluss hat die Politik, und wo könnten Einstiegschancen liegen?
Die geopolitischen Spannungen rund um den Nahen Osten und speziell die Straße von Hormuz sorgen derzeit für erhebliche Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten. Seit der Eskalation des Konflikts im Iran vor 60 Tagen und der Blockade dieser strategisch bedeutsamen Wasserstraße steht der Ölpreis im Fokus. Analysten sprechen von einer außergewöhnlich volatilen Marktsituation – was in der Konsequenz sowohl Chancen als auch Risiken für Privatanleger bedeutet.
Carsten Stork, Rohstoffexperte der Renditemanufaktur, gab in einem aktuellen Gespräch mit Geschäftsführer Tom Eidloth detaillierte Einblicke in die Lage. Neben der Analyse des WTI Crude Oil-Markts beleuchteten die beiden auch die Situation beim Benzin- und Kerosinpreis sowie mögliche Handlungsoptionen für Anleger.
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### Die Straße von Hormuz: Ein Überblick über die aktuelle Lage
Die Straße von Hormuz, die zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten verläuft, ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt für Rohöl. Rund 20 Prozent des globalen Ölhandels fließen durch diese Meerenge. Seit dem Ausbruch des Konflikts zwischen den USA und dem Iran stehen jedoch nur noch maximal sieben Öltanker pro Tag unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen für den Handel zur Verfügung – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früher.
„Die Blockade hält mittlerweile 15 Tage an, und die Situation hat sich kaum entspannt,“ erklärte Stork während des Gesprächs. Zwar gibt es durch Gespräche kleinere Fortschritte, doch eine nachhaltige Lösung bleibt aus.
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### Geopolitik und Ölpreis: Die Macht der Nachrichten
Der Ölpreis ist in dieser volatilen Phase extrem stark von geopolitischen Entwicklungen und politischen Statements abhängig. Carsten Stork stellte im Gespräch diese Dynamik anhand eines Charts dar.
„Seit Anfang April sehen wir fast täglich abrupte Preisbewegungen um 10 bis 15 Dollar – ausgelöst durch Ankündigungen, die Marktteilnehmer entweder beruhigt oder erneut verunsichert haben,“ so Stork.
Ein Beispiel: Am 7. April führte die Ankündigung einer Waffenruhe zu einem dramatischen Rückgang des WTI Crude Oil von 116 USD auf 90 USD innerhalb weniger Stunden. Dieses Vertrauen in eine baldige Lösung verflog jedoch rasch, als die Gespräche in Islamabad scheiterten, woraufhin der Preis wieder über die Marke von 100 USD sprang.
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### Benzinpreise: Das politische Pulverfass
Für US-Präsident Donald Trump ist der Anstieg der Benzinpreise toxisch, insbesondere vor den Midterm-Wahlen. Stork erläuterte, dass der Benzinpreis an den Tankstellen in den USA mittlerweile bei rund 3,40 US-Dollar pro Gallone liegt – fast doppelt so hoch wie die 1,70 US-Dollar, die zu Beginn des Jahres verzeichnet wurden.
„Die stark gestiegenen Preise sind nicht nur politisch hoch brisant, sondern auch ökonomisch belastend für den Durchschnittsverbraucher,“ betont Stork. In den USA, einem Land, das auf den Individualverkehr angewiesen ist, könnten diese Entwicklungen ernsthafte Auswirkungen auf die Wählergunst haben.
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### Jet Fuel: Teurer fliegen und weniger Verfügbarkeit
Neben Benzin trifft die Krise auch den Bereich Kerosin, das für die Luftfahrt unverzichtbar ist. Vor Kriegsausbruch lag der internationale Preis für Kerosin bei etwa 1,80 US-Dollar pro Gallone – heute liegt er bei über 4,40 US-Dollar und bleibt aufgrund der Rohstoffknappheit von hoher Volatilität geprägt.
„Ich glaube nicht, dass der Ölpreis nachhaltig unter 80 Dollar fällt – selbst bei einer Entspannung. Diese geopolitische Risikoprämie wird uns länger begleiten." – Carsten Stork
Der Experte rät, starke Preiskorrekturen nach unten als Einstiegschance zu nutzen, während Kurssteigerungen oft eine Gelegenheit zur Gewinnmitnahme bieten.
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### Fazit: Volatilität als Chance für erfahrene Anleger
Die aktuelle Marktlage zeigt, wie sensibel Rohstoffe wie Öl auf politische Entwicklungen reagieren. Solange die Blockade der Straße von Hormuz andauert, bleibt der Markt angespannt. Während die Lage für Haushalte und Unternehmen belastend ist, können geübte Trader die hohe Volatilität nutzen.
„Anleger sollten jedoch das Risiko klar einschätzen und nur mit ausreichendem Wissen in diesen volatilen Märkten agieren,“ betont Stork.
Sehen Sie sich das ganze Video an und erhalten Sie noch tiefere Einblicke in Carsten Storks Analysen.

Tom Eidloth
Tom Eidloth gründete 2020 gemeinsam mit Dr. Dennis Riedl die Renditemanufaktur. Er ist seit über 20 Jahren in der Finanz-Szene unterwegs, Geschäftsführer des Unternehmens und moderiert diverse Live-Events und Webinare. Dabei immer im Fokus: "What´s the Trade?", also wie kann der Privatanleger langfristig profitieren.