Kaffee: Starke Erholung bis zum Wochenhoch
Rohstoffe
Carsten Stork
15. Juni 2026

Kaffee: Starke Erholung bis zum Wochenhoch

Kaffee: Starke Erholung bis zum Wochenhoch


Der Arabica-Coffee-Future, gehandelt an der ICE, entwickelte sich in der vergangenen Handelswoche sehr stark. Auf Wochensicht legte Kaffee um 4,75 % zu und schloss bei 250,80 US-Cents.

Besonders positiv ist dabei der Verlauf innerhalb der Woche. Zu Wochenbeginn war der Future noch unter die Marke von 240 US-Cents gefallen. Von dort aus konnte sich der Markt jedoch deutlich erholen und die Woche nahezu am Hoch beenden. Das ist ein konstruktives Signal, weil Käufer den Rücksetzer aktiv genutzt haben und zum Wochenschluss wieder klar die Oberhand hatten.

Technisch betrachtet sieht die Bewegung damit wieder deutlich besser aus. Nach der vorherigen Schwäche hat Kaffee einen sauberen Rebound gezeigt und die kurzfristige Struktur verbessert. Der Trend wirkt wieder stabiler, und die Dynamik zum Ende der Woche spricht dafür, dass der Markt weiterhin Interesse auf der Long-Seite findet.

Einziger Wermutstropfen bleibt die COT-Positionierung. Das Managed Money hat seine Long-Positionen weiter reduziert und hält aktuell nur noch knapp über 6.000 Kontrakte netto long. Das ist für Kaffee keine besonders starke Positionierung und zeigt, dass institutionelle Marktteilnehmer noch nicht wieder aggressiv auf steigende Preise setzen.

Auf der anderen Seite kann genau das auch Potenzial bedeuten. Wenn der Markt weiter steigt und Managed Money gezwungen ist, wieder stärker Long-Positionen aufzubauen, könnte daraus zusätzlicher Kaufdruck entstehen.

Auch saisonal bleibt Kaffee interessant. Der Future ist seinem saisonalen Muster in diesem Jahr bislang sehr sauber gefolgt. Wenn dieses Muster weiter Bestand hat, könnte sich Anfang Juli wieder ein stärkeres Aufwärtsfenster öffnen. Die aktuelle Erholung kommt damit zu einem durchaus spannenden Zeitpunkt.

Fazit:

Kaffee hat die Woche mit einem Plus von 4,75 % bei 250,80 US-Cents beendet und dabei nahezu am Wochenhoch geschlossen. Das ist kurzfristig klar positiv. Die COT-Daten sind noch nicht überzeugend, aber die technische Erholung und die saisonale Perspektive sprechen dafür, dass der Markt wieder interessanter wird. Ich beobachte die Position weiter engmaschig.
Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.