
Hohe Inflation: Kein Untergang für den Aktienmarkt in Sicht
Warum die steigende Inflation in den USA nicht automatisch das Aus für Anleger bedeutet – ein genauer Blick auf die Hintergründe und Folgen.
Im Juni stieg die Inflation in den USA auf über 4 %, was viele Investoren beunruhigt. Diese Marke gilt als kritisch, da die US-Notenbank vermutlich mit Zinserhöhungen reagieren muss, um der Inflation entgegenzuwirken. Allerdings ist der sprunghafte Anstieg vor allem auf den stark gestiegenen Ölpreis zurückzuführen, bedingt durch den Krieg im Iran.
Experten gehen davon aus, dass die Inflation bereits im Juli oder August wieder unter 4 % sinken wird und sich danach zügig der Zielmarke von etwa 2 % annähert – auch wenn 3 % noch etwas höher liegen.
Diese moderate Entwicklung bedeutet, dass keine drastischen Zinserhöhungen notwendig sind, die den Aktienmarkt stark belasten könnten. Historisch gesehen hat der Aktienmarkt ähnliche Inflationsraten gut verkraftet. Eine leichte Zinserhöhung könnte zwar notwendig sein, stellt aber keinen Killer für den Aktienmarkt dar. Investoren sollten also trotz der aktuellen Inflation Ruhe bewahren und die Marktentwicklung weiterhin im Blick behalten.

Dennis Riedl
Dr. Dennis Riedl ist studierter Mathematiker und Finanzmarktanalyst. Er testet die Aktienmärkte auf tatsächliche Muster ohne Rücksicht auf Meinungen und Gedanken. Sein Fachgebiet ist also die quantitative Analyse, das Aufspüren realer Börsenphänomene. Mit dem alphaDEPOT begleitet er Anleger durch wiederkehrende Marktmuster über alle Assetklassen und Börsenphasen hinweg. Besonders beliebt ist sein Börsen-Channel auf YouTube.