Dollar-Index: Safe-Haven-Bid trifft auf schwaches Momentum – Markt ohne klare Richtung
Rohstoffe
Carsten Stork
07. April 2026

Dollar-Index: Safe-Haven-Bid trifft auf schwaches Momentum – Markt ohne klare Richtung

Dollar-Index: Safe-Haven-Bid trifft auf schwaches Momentum – Markt ohne klare Richtung


Der Dollar-Index-Future zeigte in der vergangenen Handelswoche kaum Bewegung und schloss nahezu unverändert mit -0,18 % bei 99,855 Punkten, knapp unter der wichtigen Marke von 100. Damit bleibt der Dollar aktuell in einer Seitwärtsphase gefangen, trotz weiterhin starker geopolitischer Einflussfaktoren.

Fundamental wird der US-Dollar weiterhin durch die Entwicklung im Nahen Osten gestützt. Die zunehmende Eskalation und die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts sorgen immer wieder für Safe-Haven-Zuflüsse. Diese Bewegungen sind jedoch aktuell nicht nachhaltig genug, um einen klaren Aufwärtstrend im Dollar zu etablieren.

Ein Blick auf die Positionierung bestätigt dieses Bild. Das Managed Money hat zwar vor wenigen Wochen auf die Long-Seite gedreht, baut diese Positionen aktuell jedoch nicht weiter aus. Mit rund 3.681 Kontrakten Long bleibt die Positionierung vergleichsweise moderat und signalisiert keine klare Überzeugung der Marktteilnehmer in eine stärkere Dollar-Aufwärtsbewegung.

Auch aus saisonaler Perspektive ergibt sich ein eher verhaltenes Bild. Historisch zeigt der Dollar-Index bis Ende April eine tendenziell schwächere Entwicklung, was ebenfalls gegen einen nachhaltigen kurzfristigen Aufwärtstrend spricht.

Insgesamt entsteht damit ein Spannungsfeld: Auf der einen Seite steht die geopolitische Unterstützung durch Safe-Haven-Flows, auf der anderen Seite fehlt es an klarer Positionierung und saisonaler Rückenwind. Genau diese Kombination erklärt die aktuell richtungslose Bewegung rund um die Marke von 100 Punkten.

Fazit:

Der Dollar bleibt kurzfristig ohne klare Richtung. Trotz geopolitischer Unterstützung fehlt die Überzeugung im Markt, um einen nachhaltigen Aufwärtstrend zu etablieren. Solange sich weder die Lage im Nahen Osten klar entspannt noch die Zins- und Inflationsperspektive eindeutig verändert, dürfte der Dollar-Index weiter in einer Seitwärtsphase verharren.

Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.