
Bund Future bleibt unter Druck – Erholungen werden konsequent verkauft
Bund Future bleibt unter Druck – Erholungen werden konsequent verkauft

Auffällig ist, dass kurzfristige Erholungen weiterhin nicht nachhaltig sind. Im Wochenverlauf konnte der Bund Future zwischenzeitlich wieder über die Marke von 126 Punkten ansteigen, diese Niveaus wurden jedoch konsequent verkauft. Genau dieses Verhalten zeigt, dass auf der Oberseite weiterhin Verkaufsdruck vorhanden ist und Marktteilnehmer höhere Kurse aktiv zur Positionsreduktion nutzen.
Fundamental bleibt das Umfeld klar negativ für den Bund Future. Steigende Energiepreise, geopolitische Spannungen und zunehmende Inflationsrisiken sorgen dafür, dass die Renditen in Deutschland und global weiter unter Aufwärtsdruck stehen. Diese Entwicklung wirkt direkt belastend auf Anleihekurse und damit auf den Bund Future.
Auch die Marktstruktur bestätigt dieses Bild. Die moderaten Handelsvolumina und ein weiterhin hohes Open Interest zeigen, dass institutionelle Investoren im Markt aktiv bleiben, jedoch ohne klare Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende. Vielmehr scheint sich der Markt in einer Phase zu befinden, in der steigende Renditen strukturell akzeptiert werden.
Insgesamt ergibt sich damit ein klares Muster: kurzfristige Gegenbewegungen innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends, ohne dass sich bislang eine stabile Bodenbildung abzeichnet.
Fazit:
Der Bund Future bleibt strukturell unter Druck. Die wiederholt scheiternden Erholungen sowie das Umfeld steigender Renditen sprechen weiterhin für fallende Kurse. Solange sich an diesem makroökonomischen Bild nichts ändert, bleibt das Short-Szenario klar intakt.

Carsten Stork
Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.