Bitcoin-Future unter Druck – Geopolitik trifft auf fragile Struktur
Rohstoffe
Carsten Stork
02. März 2026

Bitcoin-Future unter Druck – Geopolitik trifft auf fragile Struktur

Bitcoin-Future unter Druck – Geopolitik trifft auf fragile Struktur


Der Bitcoin-Future beendete die vergangene Handelswoche mit einem Minus von 3,14 % bei 65.755 USD. Zwischenzeitlich konnte der Kontrakt noch einmal über die Marke von 70.000 USD ansteigen, die Gewinne wurden jedoch nicht gehalten. Der Wochenschluss nahe der unteren Handelsspanne signalisiert eine nachlassende Kaufdynamik.

Wichtig ist: Der Bitcoin-Future handelt nur bis Freitagabend (23 Uhr), während der Spotmarkt auch über das Wochenende geöffnet ist. Nach der Bestätigung großangelegter Militäraktionen der USA und Israels gegen den Iran geriet Bitcoin am Wochenende erneut massiv unter Druck und fiel bis auf rund 63.000 USD. Damit verschärft sich das technische Bild zusätzlich. Die eigentliche Marktreaktion wird sich erst mit der Öffnung der Futures und der traditionellen Märkte vollständig zeigen.

Auch die COT-Daten liefern kein konstruktives Signal. Das Managed Money hat seine Long-Positionierung weiter reduziert und hält aktuell nur noch etwas über 1.172 Kontrakte netto long. Das ist keine aggressive Short-Positionierung, aber auch kein klares bullishes Commitment. Die spekulative Unterstützung fehlt derzeit.

In Summe wirkt das Setup angeschlagen. Der gescheiterte Ausbruch über 70.000 USD, die geopolitische Eskalation und die zurückgehende spekulative Positionierung sprechen kurzfristig eher für Vorsicht. Entscheidend wird sein, ob die Zone um 63.000 USD verteidigt werden kann oder ob sich der Abgabedruck mit Wochenbeginn verstärkt.

Fazit:

Bitcoin reagiert zunehmend wie ein klassisches Risikoasset. Solange geopolitische Unsicherheit und Inflationsdruck die Märkte dominieren, bleibt das Umfeld fragil. Ohne klare spekulative Unterstützung und mit angeschlagenem Chartbild ist das Risiko weiterer Schwäche derzeit höher als die Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen Ausbruchs nach oben.

Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.