Bitcoin Future (CME): Extreme Fear trifft auf Long-Aufbau
Rohstoffe
Carsten Stork
24. Februar 2026

Bitcoin Future (CME): Extreme Fear trifft auf Long-Aufbau

Bitcoin Future (CME): Extreme Fear trifft auf Long-Aufbau


Der Bitcoin Future an der CME verlor vergangene Woche 1,52 % und schloss bei 67.925 USD. Die Schwankungsbreite war erneut beachtlich: Zu Wochenbeginn konnte die 70.000-USD-Marke kurzzeitig zurückerobert werden, bevor der Future am Donnerstag bis auf 65.680 USD zurückfiel. Die Volatilität bleibt hoch, die Struktur jedoch fragil.

Seit dem Allzeithoch im Oktober bei über 126.000 USD notiert Bitcoin weiterhin rund 46,8 % darunter. Allein seit Januar 2025 beträgt das Minus über 33 %. Von einem sauberen Boden kann aktuell nicht gesprochen werden.

Strukturell interessant ist jedoch die Positionierung: Laut COT-Daten nutzt Managed Money die Schwächephase zum Aufbau von Long-Positionen. An der CME werden aktuell über 1.600 Kontrakte netto long gehalten – der höchste Stand seit März 2025. Das deutet darauf hin, dass spekulatives Kapital beginnt, die tieferen Niveaus strategisch zu akkumulieren.

Gleichzeitig befindet sich der Fear & Greed Index im Kryptomarkt tief im Bereich „Extreme Fear“ mit einem Wert von 8. Historisch waren solche extrem negativen Stimmungsphasen häufig Kontraindikatoren – allerdings nicht zwingend sofortige Wendepunkte. Extreme Angst kann längere Zeit anhalten, bevor ein zyklischer Boden ausgebildet wird.

Ein technischer Aspekt kommt hinzu: Die CME plant im März eine Umstellung auf nahezu 24/7-Handel im Bitcoin Future. Bisher endet der Handel am Freitagabend und beginnt erst wieder am Sonntag. Die Anpassung würde die Struktur stärker an den Spotmarkt angleichen und könnte künftig die Wochenend-Gap-Problematik reduzieren.

Fazit: Bitcoin bleibt technisch angeschlagen, die Stimmung ist extrem negativ – gleichzeitig baut das spekulative Kapital Long-Positionen aus. Das Setup ist ambivalent: kurzfristig fragil, mittelfristig potenziell konstruktiv. Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein, ob Extreme Fear in eine Bodenbildung übergeht oder in eine weitere Abwärtswelle mündet.

Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.