
Arabica stabilisiert sich nach dem Absturz – erste Erholung im überverkauften Markt
Arabica stabilisiert sich nach dem Absturz – erste Erholung im überverkauften Markt

Charttechnisch rückt damit eine zentrale Zone in den Fokus. Der Bereich um 280 US-Cent erscheint als mögliches Auffangniveau, sollte es erneut zu Abgaben kommen. Dort könnte sich eine potenzielle Long-Gelegenheit ergeben, falls der Markt Unterstützung bestätigt. Aktuell bleibt die Bewegung jedoch zunächst als technische Gegenreaktion innerhalb eines zuvor stark überdehnten Abwärtsschubs zu interpretieren.
Belastend bleiben die COT-Daten. Das Managed Money reduziert weiterhin seine Long-Positionen und hält nur noch knapp unter 14.000 Kontrakte Long – ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Niveaus. Kapital verlässt damit weiterhin den Markt, was nachhaltige Aufwärtsbewegungen erschwert und Rallys anfällig macht.
Saisonal spricht die Statistik zwar grundsätzlich für eine freundlichere Phase bis Ende Februar, allerdings zeigt sich dieses Muster derzeit nur eingeschränkt. Der Markt folgt der typischen Saisonalität bislang nicht sauber, was die Aussagekraft reduziert.
Fazit: Die aktuelle Erholung ist wichtig, ändert aber noch nichts am fragilen Gesamtbild. Erst Stabilisierung oberhalb der Unterstützungszonen würde eine nachhaltigere Long-Perspektive rechtfertigen – bis dahin bleibt Kaffee ein Markt für vorsichtige Einstiege statt aggressiver Positionierung.

Carsten Stork
Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.