Arabica-Kaffee fällt auf tiefsten Stand seit August 2025 – Saisonalität bleibt belastend
Rohstoffe
Carsten Stork
18. Mai 2026

Arabica-Kaffee fällt auf tiefsten Stand seit August 2025 – Saisonalität bleibt belastend

Arabica-Kaffee fällt auf tiefsten Stand seit August 2025 – Saisonalität bleibt belastend


Der Arabica-Kaffee-Future, gehandelt an der ICE US, stand in der vergangenen Woche erneut deutlich unter Druck. Auf Wochensicht verlor Kaffee 3,06 % und schloss bei 265,75 US-Dollar nahezu am Wochentief. Damit setzt sich die schwache Entwicklung der vergangenen Monate weiter fort.

Besonders auffällig ist die größere Perspektive: Seit dem Hoch im Oktober 2025 hat Arabica-Kaffee inzwischen rund 39 % verloren. Seit Jahresanfang liegt der Future etwa 24 % im Minus. Der aktuelle Kurs markiert damit den tiefsten Stand seit August 2025. Das zeigt, wie stark der Markt inzwischen korrigiert hat und wie deutlich sich das Momentum seit dem früheren Aufwärtstrend gedreht hat.

Auch die COT-Daten liefern aktuell noch kein klares bullisches Signal. Das Managed Money hält nur etwas mehr als 21.000 Kontrakte long. Entscheidend ist dabei: Die spekulativen Marktteilnehmer haben die jüngste Abwärtsbewegung bislang nicht genutzt, um ihre Long-Positionen deutlich auszubauen. Von einer klaren antizyklischen Akkumulation ist daher derzeit noch nichts zu erkennen.

Saisonal bleibt das Bild ebenfalls schwierig. Arabica-Kaffee hat historisch häufig die Tendenz, bis Anfang oder Mitte Juli weiter unter Druck zu stehen, bevor sich anschließend wieder bessere saisonale Chancen für eine Aufwärtsbewegung ergeben können. Genau diese saisonale Schwäche scheint sich aktuell im Markt widerzuspiegeln.

Fazit:
Arabica-Kaffee bleibt kurzfristig angeschlagen. Der Wochenverlust von 3,06 %, der Schluss nahe dem Tief, der Rückgang auf den tiefsten Stand seit August 2025 und die schwache Jahresperformance sprechen für Vorsicht. Die COT-Daten zeigen bislang keine starke spekulative Gegenbewegung, und auch die Saisonalität bleibt bis in den Juli hinein belastend. Für eine nachhaltige Erholung braucht der Markt jetzt klare technische Stabilisierungssignale.
Carsten Stork

Carsten Stork

Carsten Stork - Chefredakteur CS Investor und CS Academy. Seit 1996 handelt Carsten Stork bereits an der Börse und ist spezialisiert auf Rohstoffmärkte – die “Champions League des Tradings”. Mit dem CS Investor begleitet er Privatanleger anhand seines 4-Säulen-Systems (Storyline, COT-Daten, Saisonalität, Technik) bei Investitionen in den Bereichen Rohstoffe, Devisen und Aktien. Seine Philosophie: Mindestens zwei starke Argumente müssen zusammenkommen, bevor ein Trade eingegangen wird.